Diemedienwg’s Weblog


Finnland adé by cloemi
Dezember 17, 2008, 7:21 pm
Filed under: Bloging Finland

Nun ist endgültig Schluss. Seit gestern Abend befinde ich mich auf der Fähre Richtung Rostock. Während also hinter meinem Rücken gerad die graue und nebelige Ostsee vorbeizieht bleibt für mich genügend Zeit ein Fazit zu ziehen.

Was ich als erstes und sicher auch wie viele andere Austauschstudenten sagen kann ist, dass ich es in keinster Weise bereue diesen Schritt gemacht zu haben. Es war einfach absolut toll, auf soviele verschiedene Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern zun treffen. Diesen Blick über den eigenen Tellerrand sollten noch viel mehr wagen, da es aufgrund verschiedener Förderungen auch finanziell kein Problem darstellt.

Unser Abschlussbild

Unser Abschlussbild

Das Studium bot inhaltlich natürlich auch viele bekannte Sachen. Aber hier und da gab es trotzdem noch was zu lernen, sei es nun die After Effects Grundlagen,Soundbearbeitung oder die diversen Mac Programme. Außerdem konnte sich ja jeder selbst seine Ziel setzen und wurde dann von den wirklich guten und engagierten (Technik-)Lehrern unterstützt. Es gab also keinen Grund zu maulen außer über die Skript Writing Fächer – die liefen im Vergleich zu den technischen Fächern ziemlich unkoordiniert und hätten auch eingespart werden können. Die Uni an sich war aber super und verdient ein großes Lob von mir. Wenn man fragte! ließ sich alles regeln. Ob es um das Bekommen bestimmter Technik (aus dem wirklich umfangreichen tollen Lager) oder einen benötigten Transporter (den man von der Schule sich ausleihen konnte) ging – lief alles mit etwas Eigeninitiative.

Finnland war für mich doch eine gute Wahl gewesen. Einmal wollte ich nicht in ein typisches Erasmusland gehen wie z. Bsp. Spanien, Frankreich oder UK um damit den Schwall deutscher Mitstudenten aus dem Weg zu gehen. Ok diese Pläne wurden schon bald durchkreuzt, da in Finnland ebenfalls viele Germanen einem auf die Füße trampelten (und sich liebend gern in Gruppen sammelten zum Deutsch sprechen). Außerdem interessierten mich die nordischen Länder, bei denen das Leben in Finnland eben noch mit am Besten finanzierbar war. Die zentrale Lage zwischen Russland, Schweden, Norwegen und dem Baltikum machte es außerdem noch interessant, denn wer will schon nur in seinem Gastland unterwegs sein.

Zudem waren es die wenig vorhandenen Vorstellungen von diesem scheinbar nur aus Wald und Seen bestehenden Land. Finnen erscheinen einem oft sehr gespalten. Tagsüber sind sie extrem zurückhaltend und ershrecken fast wenn man sie anspricht. Nachts, wenn sie sich schon einige Kisten Bier in de Hals gestellt haben, können sie verdammt aufdringlich werden. Überhaupt wird verdammt viel gesoffen. Wenn man am Wochenende Abends durch die Stadt geht, kann fast keiner mehr geradeaus laufen. Wenn es in Deutschland wieder mal ne große Diskussion wegen Alkoholmissbrauch gibt lache ich laut. Was ich hier in den letzten Monaten sehen konnte, hab ich so vorher noch nie bei uns gesehen (zumindest nich so oft/regelmäßig und quer durch die Gesellschaft). Konzerte waren stimmungstechnisch meistens nicht so der Bringer. Einem Großteil der Finnen reicht es nur dazustehen und zu schauen und ein „volles Haus“ konnte ich auch nicht erleben (Gut es gibt eine Ausnahme, aber die is nicht erwähnenswert). Sonst sind die Finnen aber auch sehr hilfreich und können zum großen Teil Englisch (zumindest mehr Leute als man es in Deutschland je wird erwarten können). Wer nach Finnland sollte sich nicht so sehr auf die Städte konzentrieren. Der größte Teil der Architektur schwimmt in einer konturlosen grauen Betonsuppe und scheint gleichsam auf alle Städte aufgeteilt. In ein paar Städten gibt es aber auch kleine Highlights wie in Turku oder Tampere und Helsinki natürlich (soweit mir bekannt). Das Besondere in dem Land ist aber eh die Natur mit ihrer Weite, wo einem dann wieder plötzlich im Nirgendwo ein Jogger entgegenkommt. Um dies alles zu erleben bin ich auch froh, mit dem Auto hier gewesen zu sein. Auch wenn ich es im Alltag aufgrund unseres zentral gelegenen Wohnheims nicht oft gebraucht habe. Aber Touren durch das ganze Land wie unserer Trip zum Nordkapp wären ohne fahrbaren Untersatz nur schwer möglich gewesen. Außerdem war ich nicht angewiesen auf irgendwelche Survival Kits (darin waren alle nötigsten Dinge für den Haushalt, Bettzeug…) oder den ständigen Problemen mit dem Gepäck ala was passt ins Flugzeug, wer vom Besuch kann was mitnehmen oder was muss ich zur Post buckeln.

Letztendlich habe ich in den vergangenen Monaten fast alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Reisetechnisch wurde bis auf Riga alles abgegrast. Unitechnisch habe ich mit Leuten aus verschiedenen Ländern an mehreren Projekten arbeiten und gemeinsam Aufgaben bestreiten und Probleme lösen können. Der Abschied am Ende fiel daher nicht gerade leicht. Aber ich habe jetzt viele Freunde in Europa und das Leben wartet ja auch schon wieder mit neuen großen Aufgaben und Zielen auf einen.

Clemens

BTW: Unser Blog feiert heut Geburtstag^^


1 Kommentar so far
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Hehe – typisches Erasmusland😉

Alles Gute zum Bloggeburtstag!

BTW: Dank dir fürn Anruf!

Kommentar von Martin




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