Diemedienwg’s Weblog


Bloging Bulgaria #06 – bulgarische Gastfreundlichkeit by theincrediblehagen
Februar 27, 2008, 3:57 pm
Filed under: Bloging Bulgaria

zagorka vorher-nachherIch hatte es ja hier und immer mal anklingen lassen: Die Bulgaren sind sehr warmherzige und nette Menschen und sehr gesellig. Vor allem lassen sie sich aber auch auf neues ein und intressieren sich viel mehr für ihre Mitmenschen. So verbringen sie zum Beispiel wesentlich mehr Zeit mit ihren Freunden im Reallife!

Der gestrige Abend war dafür wieder ein sehr gutes Exempel:

  • 18:30: Ich sitze am Rechner-was sonst…:-/
  • es klopft: Yusuf, mein Tutor, und sein Freund Cedem stehen vor der Tür.
  • Hi. Was machst Du? Hast du Freizeit?
  • Hi. Ehm. Naja, also mache grad Belege fürs Studium (😉 …Belege…oder eben andere „wichtige“ Sachen)
  • Ja komm mit uns ein bisschen spazieren. Ich zeige dir mein Wohnheim…
  • Ja gern, ich zieh mich schnell um. (Ja klar geh ich mit, soziale Kontakte gehen schließlich vor „Studium“ und wenn er sich schon so nett um mich kümmert^^)
  • Er zeigt mir sein Wohnheim (es ist mit ca 600 Studenten das Größte! mit eigenem Klub, Bar, Cafe und so drin)
  • Wir sitzen auf der Treppe vorm Eingang, trinken Zagorka und reden. Da sind auch andere Studenten, mit Bier und Technomusik aus einem Opel Astra. Wieder taucht die Frage auf, die ich sehr oft schon gehört hab: Warum bist du eigentlich hier nach Bulgarien gekommen – Ich verstehe es nicht!
  • Er macht mich mit ein paar Freundinnen bekannt. Drei völlig verrückte Weiber – Namen natürlich schon wieder vergessen – sind vielleicht Anfang/Mitte zwanzig – können auf englisch nur „Hello, my name is …“ sagen😛
  • Beweis das die Bulgaren sehr (zwischen-) menschlich sind: Yusuf kennt fast alle 600 Studenten, aus dem Wohnheim und auch noch einige aus anderen. Außerdem sieht man hier häufig Studenten(Anfang zwanzig) mit ihren Kindern😛 Zu r Verabschiedung gibt er mir seine Handynummer und den Hinweis, wenn ich Hilfe bracheoder Fragen habe, soll ich ihn ruhig anrufen oder einfachbesuchen kommen, ich weiß ja jetzt, wo er wohnt…
  • 20:30: Bin zurück und wische mein Zimmer. Dann endlich Abendbrot.
  • 21:30: wieder am Rechna…Es klopft erneut.
  • An derTür ist ein netter Typ. Nie vorher gesehen, aber er hat ein vertrautes Gesicht irgendwie und ist sehr nett.
  • Hallo. Ich habe heute erfahren, dass du hier bist. Du bist aus Deutschland!?
  • Ja, bin ich.Hi.
  • Ja ich bin gerade zurück aus Deutschland! War schon dreimal da. Woher kommst?
  • Aus Mittweida. Ich mache ein Praktikum hier.
  • Aha. Schön.
  • Ich bitte ihn herein. Er heisst Ivaulo, studiert Informationstechnologie (glaub ich), ist 22 und er hat über das Leonardo Da Vinchi-Programm zwei Praktikas in Mittweida gemacht. Wir tauschen uns kurz aus. Auch ihm muss ich erklären, wieso ich ausgerechnet in Bulgarien ein Praktikum mache… Er sagt mir, er wohnt in der ersten Etage im Zimmer 13 und ich kann jederzeit zu ihm kommen. Einfach so oder wenn ich hilfe brauche.
  • Beweis das die Bulgaren offen und hilfsbereit sind: Er ist mir wildfremd. Er hat zufällig erfahren, dass jemand aus Deutschland hier ist. Was macht er!? Er ist neugierig und sucht nach ihm um ihn kennen zu lernen! Ihm seine Hilfe anzubieten, weil es die Schwierigkeiten in einem anderen Land zu sein kennt. Frage: Welcher Deutsche würde das so machen…
  • 23:15: Völlig überrachend ruft Ozy via Skype an.
  • Wir reden ein bisschen, haben lange nicht von einander gehört…
  • es klopft an der Tür: Ja – den hab isch schon mal gesehen. Hab ich? Bin nicht sicher… Vielleicht letzten Freitag…!?
  • Hi Hagen. What are you doing? Are you busy?
  • Ah. Hi. Ehm. Not really. I tell with a friend via skype…
  • Okay. We have a little Party downstairs on the first floor. If you wont, you came with us.
  • Yes okay. Thanks. I will finished the talk and then i will came. Give me twenty minutes! Okay
  • Okay. Ten minutes?
  • Twenty.
  • Okay.
  • Yes. See yu
  • Natürlich bin ich da hin. So ne Einladung lass ich mir dochnicht entgehen.
  • Ich freu mich darüber, weil ich ehrlich zu mir bin: Hab zwar noch nen ganzen Berg Arbeit, den ganzen Tag noch nix gemacht…Aber nachts halb zwölf damit anzufangen: Albern. Aber völlig!
  • 23:30: Das bekannte Bild: Ein Tisch. Viel Rakia. Nette Leute, die ihre überstanden Prüfung feiern. Einer spielt WoW (Nerd – wirklich wie aus dem Lehruch^^ Aber nett). Viele Fragen. Viel Gestikulieren, weil wir unterschiedliche Sprachen sprechen. Martin, der mich abgeholt hat, dolmetscht. Man versteht sich trotzdem: „Nastrovje!“
  • 01:30: nach zwei sehr angenehmen Stunde, 2Liter Zagorka, lustigen Gesprächen, vielen neuen Namen und Gesichtern, einer Einladung in die Disco mit zu kommen (dankend abgelehnt. ander Mal) geh ich wieder zu Mir. Party vorbei. Außerdem muss ich früh raus.
  • Beweis das die Bulgaren gastfreundlich sind: Sie kommen zu einem Fremden. Laden ihn ein, mit ihm zu trinken. Wollen sich austauschen mit ihm, obwohl sie seine Sprache nicht verstehen können. Ich bin begeistert und fühl mich deshalb echt sau wohl hier!

Passend zum Thema, hat es vor 5 Minuten grad wieder geklopft…!!!

(Ja ich werde hingehen, aber diesmal wirklich erst etwas schaffen!)

TiH


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[…] Hagen im entfernten Bulgarien nur noch an grünen Gemüsestangen lutschen wird und die Finger vom Zagorka […]

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