Diemedienwg’s Weblog


Filmriss – oder was man mit Freund Alkohol alles erleben kann… by theincrediblehagen
Dezember 20, 2007, 10:24 am
Filed under: Paddy und Feterei

Achtung dieser Beitrag ist eigentlich ein Jahr alt und stammt vom 14.Dezember 2006. Geschrieben habe ich ihn nach der Weihnachtsfeier der Medinentechniker/manager Jahrgang 2006… Die Feier war für mega wichtig, weil ich quasi durch sie nen super-mega-tollen Menschen „kennengelernt“ habe, zumindest dehe ich das als Ausgangspunkt unserer Freundschaft und zum Anderen mit dem Schlonkzüchter Sören beschlossen habe zusammen zu ziehen…

Auf velfachen Wunsch erfolgt nun hier die erneute Veröffentlichung, betonen möchte ich dabei, das ich keinesfalls stolz auf diesen nächtlichen Ausflug bin!

Es gibt Feiern, da passt einfach alles.
Die Location ist toll, die Leute super und genug Alkohol ist auch für alle da.
Den ganzen Abend führt man wichtige und Tiefschürfende Diskussionen über elementare Dinge des Lebens, tanzt, trinkt und freut sich, dass man diese Feier höchstpersönlich erleben darf!
Doch irgendwann passiert es einfach, mit einem Schlag fangen die mehreren Liter Alkohol, die Du im Laufe des Abends verteilt konsumiert hast, an ihre Wirkung zu zeigen…
Doch darum soll’s mir jetzt nicht gehen, nein mir geht’s um den Heimweg von derartigen Veranstaltungen, wo man kurz und knapp formuliert einfach nur “besuffn iss.”

Ich hatte da nach der MM/MT-Weihnachtsfeier ein Abenteuer, was ich in dieser Art und Weise so noch nie erlebt hatte.
Was ich noch weis, ist das ich irgendwann nach Hause laufen wollte. Zum einen weil ich ziemlich stark “angenüchtert” war, zum anderen weil es mir bewusst war, das ich am nächsten Vormittag 9.45 Uhr zum Matheseminar geladen war. Wann ich los bin, weiß ich nicht. Wahrscheinlich so gegen 2.30 oder so. Höchstwahrscheinlich alleine. Das Problem an der Sache war halt nur, das ich nicht auf direktem Weg nach gekommen Hause bin.
Der Zeitpunkt, an den ich mich dann wieder erinnern kann, ist wohl so gegen 3.30 Uhr gewesen, dass ich auf einmal Irgendwo im Nirgendwo war. Um mich herum sah ich nur Bäume, Wald, Bäume und irgendwelche alten Industrie-Fabrik-Was-Weis-Ich-Häuser. Ich bin dann einfach mal in eine Richtung gelaufen, in der Hoffnung, dass ich irgendwie ne Straße und Licht finden würde. Ich muss ehrlich sagen, dass ich da auch ziemlich zuversichtlich war. Vielleicht war ich aber auch einfach nur leicht in Sorge, dass mein Leben sein jähes Ende auf irgendeinem Stück verwildertem Fabrikgelände bei Mittweida findet. Das größte Problem war nun allerdings, das es ja Mode ist sein Grundstück immer mit so tollen Zäunen ubzugrenzen. Ich weis nicht, wie viele es waren, aber ich bin über mehrere dieser unter größten Kraftanstrengungen, völlig fertig, total saft- und kraftlos drüber geklettert. Also ich bin mir sicher, da gab’s auch eine Straße, aber ich muss mir wohl eingebildet haben, wenn man immer kreuz und quer über irgendwelche Firmengrundstücke spaziert iss es einfacher und kürzer. Außerdem ist das ja auch viel lustiger, na ja eigentlich eher bescheuert, wenn man sich’s hinterher überlegt.

Der erste Höhepunkt war dann, dass ich mir an einem der Zäune die rechte hintere Gesäßhälfte meiner Jeans sowie meinen Schlübber total zerrissen hab. Angefangen von der oberen Naht, vorbei an der rechten Arsch-Tasche und dann noch bis ca. 10cm weiter runter ist jetzt ein ordentlicher Riss. Na ja, mir war das erstmal egal. Jetzt sag ich mir “schade, ich mochte diese Jeans.” Aber was soll’s.
Irgendwann hab ich dann nach endlosen Irrwegen über Firmenhöfe, Mauern, Zäune, verwilderte Grasflächen, etc. doch noch die Hauptstraße wieder gefunden. Und die bin ich dann erst mal lang gelaufen. So langsam wurde mir klar, wo ich in etwa war: irgendwo außerhalb von Mittweida in einem Gewerbegebiet oder ähnlichem. Da bin ich dann erstmal in Richtung Licht gelaufen, weil man damit ja immer ganz gut kommt.
Dann hatte ich aber doch Angst, dass ich mich verirren könnte und da ich nicht wusste, wo ich genau war mal jemanden anzurufen, der mich erst suchen, dann finden und anschließend nach Hause bringen würde. Als erstes versuchte ich es bei meinem besten Freund. Der war allerdings zu Hause im Bett und ca. 130 km entfernt! Der fand das irgendwie sehr verwirrend und nicht soooo lustig, das ich den die Nacht um 4.00 Uhr anrufe und ihn blöd vollpöbel, warum er mich nicht abholen kommt. Na ja er hat nächsten morgen noch mal angerufen und fand es einfach nur lustig, wobei er meinte, dass er ziemlich irritiert gewesen ist… Zum Glück hatte ich aber noch genug Geld auf dem Handy übrig und den Einfall, dass es besser wäre mal einen Freund aus Mittweida zu kontaktieren. Da der sowieso immer bis früh morgens WOW spielt, war es kein Problem ihn zu erreichen und so hab ich ihm dann mein Problem geschildert. Nachdem er sich ne Minute vor Lachen kaum halten konnte. Erklärte er sich dazu bereit mich abzuholen, vorausgesetzt, er würde mich finden. Ich war erst mal froh darüber, dass Rettung in Aussicht war. Mittlerweile hatte ich auch ein Ortsschild gefunden. Überglücklich rief ich sofort noch mal an und verkündete, dass ich mich jetzt in Frankenau befinden würde, was die Suche ja schon mal extrem erleichtert hat. Mit der Anweisung dort auch zu bleiben wurde mir die baldige Ankunft meines “Taxis” zugesichert. Die Wartezeit vertrieb ich mir damit, darüber nachzudenken wie um Gottes Willen ich in dieses verdammte Industriegelände gekommen bin. Dann rief ich noch 3 Mal bei meinem Chauffeur an, um ihn mitzuteilen, dass ich immer noch in Frankenau bin und auf ihn warte. 20 Minuten später war es dann soweit, ich war gerettet.

Er kam dann zusammen mit noch einem anderen Kumpel hat mich eingesackt und nach Hause gebracht. Auf dem Weg dorthin hab ich dann erstmal meine abenteuerliche Story erzählt und die haben sich fast bepisst vor Lachen. Ich konnte das aber absolut verstehen und fand es auch selber ganz schön abgefahren.

Richtig froh war ich allerdings, als ich am nächsten Morgen in meinem Bett aufgewacht bin und nicht in irgendeinem Straßengraben.
Bis jetzt habe ich allerdings keinen blassen Schimmer, wie ich dort hingekommen bin! Nehme aber gerne kreative Vorschläge, Tipps oder Hilfestellungen entgegen!

Mit den kaputten Jeans und dem Schlübber und leicht schmerzenden Händen vom Zaun-Freeclimbing hielten sich die Verluste aber in Grenzen. Immerhin habe ich nichts verloren, abgesehen von Teilen meiner Erinnerung und einer Hand voll Gehirnzellen und freue mich schon auf die nächste Feier!

Jetzt gehe ich mir aber erstmal ne neue Jeans kaufen und höre zum 20. Mal “Was war gestern los?” (Verlorenen Jungs) in voller Lautstärke!


3 Kommentare so far
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Voooooorzülich, gööööttlich und totaaaaaaaaaal luuuuuustig😀😀😀

Kommentar von Sören

…kannst jetzt auch noch ganz stolz darauf sein, dass sich da einer im fernen Canada vor lachen fast in die Hose gemacht hat. Geil geschrieben! Und dabei habe ich doch nur nach Ideen fuer Zaeune gegoogelt…..

Kommentar von Bernd

Genial!
Vielleicht bist du auf dem Weg nach Hause einfach genauso durch die Gegend gelaufen, wie bei deinem „Zaunclimping“ – einfach kreuz und quer. Aus eigener Erfahrung wird man irgendwann einfach nur noch Müde und möchte sich hinlegen. Ich schätze, du wirst in das Industriegelände gelaufen sein und dort einfach vor erschöpfung eingeschlafen sein. Wenigstens bist du doch recht früh wach geworden^^

Kommentar von Nike




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