Wie auch schon im letzten Jahr, habe ich bei unserem gemeinsamen Straight Edge Monat am schwersten. Das Problem ist ja nun nicht, einen Monat mal kein Fleisch zu essen und kein Alkohol zu trinken. Ich bin der Meinung, dass derartige Selbstdisziplinierungsmaßnahmen, egal welcher Art, jeder mit sich selbst ausmachen muss.
Persönlich kann ich aber mit Gewissheit sagen, dass es hilft zum Wesentlichen zurück zu kehren. Saufen ist nicht cool, auch wenn es für viele Jugendlichen Alltag ist. Vor allem wenn es darum geht sich den Alltag erträglich zu gestalten anstatt Geselligkeit zu üben. Btw: 5o Tequilla sind schaffbar…
Zurück zum Text: Ich bin stolz auf mich, einmal mehr diese Zeit durch zu stehen zu durchleben. Sie ist weniger grausam, als es sich viele vorstellen. (mehr…)
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Da Sören gestern ja schon so ein bisschen berichtet hat von unseren alkoholfreien Bierexperimenten, will ich dies hier nochmal weiterführen.
Denn obwohl wir ja seit 1. April keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt haben, waren wir ja trotzdem bei diversen Feiern und in unterschiedlichen Clubs (warum auch nicht…) Jedenfalls habe ich an solchen Abenden keinen Bock auf irgendwelches klebriges Limozeugs, dicken Saft oder olles Wasser. Dann schon lieber was perlendes ähm ja „Herzhaftes“
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Wir mussten mal eine Ausnahme machen…
Zum Abendessen gab es Hamburger.
* Hefeweizen alkoholfrei und absoluter megaleckerer Tofuburger. Nur zu empfehlen! Für 1,79 Eur bei Kaufland!
Ein schöner Tag…bis auf das verkackte Praktikum in Elektronik.
Cheers SxE!
Sören
Vier Wochen waren mittlerweile nach dem letzten Konzertbesuch vergangen. Für mich im Normalfall die absolute Schmerzgrenze. In Musik und Konzerten ist ein Großteil meines Lebens manifestiert. Wahrscheinlich liegt das daran weil die Musik, die ich bevorzugt konsumiere, so lebensnah und ausdrucksstark ist…
Gestern bin ich dann mit Anna und Kaan nach Sevlievo gefahren, nen Kleinstadt mit circa 20 000 Einwohnern, reichlich 20 Km von Gabrovo entfernt. Der Klub, Cafe Theater, muss man sich als niedrigen Keller vorstellen, der als Kneipe eingerichtet ist. An den Seiten rustikale Holzbänke und Tische und gegenüber von Eingang, am anderen Ende des Raumes, eine kleine Bühne (8m² maximal). Der Raum selber fast vielleicht 150 Leute.
Dieses Video (der Band D.S.Q.L./Sevlievo, die gestern auch spielten) vermittelt nen recht guten Eindruck, denk ich.
Für alle die mittlerweile schon gefragt haben. Was habe ich gestern überhaupt gemacht:
Tofuschnitzel mit Beilagen.
Dazu benötigt man: (mehr…)
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Nachdem wir uns nun schon in der zweiten Woche unseres Straight Edge Monats befinden, wurde es auch Zeit etwas zu experimentieren. So hatte Sören vor 2 Tagen dieses schöne Stück Tofu zerlegt und in die verschiedensten Flüssigkeiten, die unser Gourmetpalast bieten kann, eingelegt.
Als ich dann gestern Abend nach einem durchschnittlichem 15 Stunden Tag nach Hause kam, erwarteten mich schon interessante Düfte. Zuerst dachte ich, Sören hätte es nicht mehr ausgehalten und hinterm Wohnheim einen Feldhasen gejagt und zubereitet. Denn was da nebst Kartoffelpüree und Salat auf meinem Teller lag, sah überhaupt nicht nach fleischlos aus. Ein Tofuschnitzel! Und ich muss echt mal sagen: Holla, wenn mann dieses Sojazeug gut präpariert und würzt lässt sich da wirklich einiges rausholen. Ein guter Tipp für alle, die dem weißen Klumpen bisher noch nicht viel abgewinnen konnten.
Clemens
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Was im Moment in den Augen unserer meisten Kommilitonen noch wie ein Experiment aussieht, ist bei uns ja schon längst Alltag. Da steht Clemens in der Getreideabteilung vor Dinkel-Körnern und Haferkleie und hustet fraglich: „Sowas fressen doch eigentlich nur Pferde, oder?“ – Nun ja, so weit s
ind wir jetzt nicht gekommen, dass wir die Biokost en masse essen, aber wir tasten uns langsam vor. Zumindest bleibt die Gemüseabteilung wie bei unserem bulgarischen Dritten nicht unberührt. Ebenso wurde das Biotofu wieder entdeckt. Letztes Jahr ist es kläglich bei 2/3 der WG beim Fleischersatztest (Tofu Frikadellen und Sojawürstchen) durchgefallen. Stattdessen versuch ich es dieses Jahr mal mit einer Marinade. Während ich den toten Tofukollegen geprügelt habt und in Sojamarinade und schleimigen Samba Oelek eingelegt habe hat Clemens wieder daneben gestanden und aus der Sicht des Tofustückes resümiert. „Was bin ich eigentlich? Kein Fleisch. Kein Käse. Ein Tofu mit Identitätsstörungen.“ – Man sollte dazu sagen, dass es friedlich in der Plasteschale lag.
Was noch…
- auf dem sonnigen Heimweg von der Hochschule träumt man von kühlen Bier, wo das Wasser an der goldgelben Flasche herunterläuft
- der Gärtner an der Häuserecke trinkt auf dem ersten Blick einen dürftigen Schluck Bier, auf dem zweiten schnibbelt er allerdings die Hecke
- Die Fleischlostheke in der Mensa verwandelt sich in ein Fleischgefülltes Schlaraffenland
Was haben wir bis jetzt gelernt?
- Kopfkino und Schnitzelessen liegen nah beieinander
- trotzdem ist es schön mal bewusst zu essen
- Mexikanische Vegi-Tortillawraps sind lecker
CHEERS!
Sören
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Von mir gibts jetzt nach der ersten Woche ohne Fleisch und alkoholisches Getränkegut mal nen kleinen Zwischenstand: (mehr…)
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…und Alkohol stinkt sowieso. Unter diesem Motto wird der Monat April in der MedienWG stehen. Fast könnte man es schon Tradition nennen, denn im vorigen Jahr absolvierten wir ungefähr zur gleichen Zeit solch einen Abstinenzmarathon.
Fakt ist: die nächsten Wochen wird es für uns weder Alkohol noch fleischliche Nahrung geben. Wie ich zugeben muss, habe ich das vor einem Jahr außerhalb Mittweidas nicht ganz so durchgehalten, bin aber entschlossen, diesmal den Monat „Straight Edge“ konsequent mit durchzuziehen. Erst recht, wenn auch Hagen im entfernten Bulgarien nur noch an grünen Gemüsestangen lutschen wird und die Finger vom Zagorka lässt.
In diesem Sinne, freut euch auf frische Kurzberichte aus dem Leben dreier trockener Pflanzenfresser.
Clemens
